Wie sehen Aufgaben für den TMSnat aus? Hier findest du 12 Beispielaufgaben zu den fünf Aufgabengruppen, die du mit Ankreuzen beantwortest: Naturwissenschaftliche Kenntnisse, Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, Quantitative und formale Probleme, Diagramme und Tabellen sowie Arithmetisches Problemlösen. Zu jeder Aufgabe gibt es die richtige Antwort, den Lösungsweg und eine Erklärung zu jeder falschen Antwort. Danach kannst du mit weiteren TMSnat Übungen in der Simulation weitermachen. Stand der Seite: 13. Oktober 2026.
Eigene Übungsaufgaben, keine Originalaufgaben. Alle Aufgaben auf dieser Seite haben wir selbst erstellt (kein Originaltest / eigene Übungsaufgaben). Sie stammen aus derselben Aufgabenbank wie unsere Simulation; die Lösungen werden beim Erstellen der Seite automatisch nachgerechnet. Offizielle TMSnat-Aufgaben haben wir in den geprüften Quellen nicht gefunden, und wir behaupten nicht, dass unsere Aufgaben dem echten Test im Schwierigkeitsgrad entsprechen. Offizielle Informationen gibt es auf tms-info.org.
So nutzt du die Beispielaufgaben
Erst selbst lösen: Lies die Aufgabe, entscheide dich für (A) bis (E) und schreib dir deine Antwort auf.
Dann die Lösung aufklappen: Unter jeder Aufgabe stehen die richtige Antwort, der Lösungsweg und warum die anderen Antworten nicht stimmen.
Mit Zeitlimit weiterüben: Der Button unter jedem Abschnitt startet eine Übungsrunde dieser Aufgabengruppe mit der geplanten Aufgabenzahl und Zeit.
Naturwissenschaftliche Kenntnisse
Die größte Aufgabengruppe im geplanten TMSnat: 40 Aufgaben in 60 Minuten, also rechnerisch anderthalb Minuten pro Aufgabe. Gefragt ist Schulwissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Welche Themen genau vorkommen, ist für den TMSnat nicht veröffentlicht; unsere Aufgaben orientieren sich am Themenkatalog des HAM-Nat. Mehr dazu unter TMSnat Naturwissenschaften.
In welchem Zellorganell findet die Atmungskette statt?
Zellkern
Mitochondrium
Golgi-Apparat
raues endoplasmatisches Retikulum
Lysosom
Lösung anzeigen
Richtig: (B) Mitochondrium
Die Atmungskette liegt in der inneren Mitochondrienmembran.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(A) Denkfehler: Der Zellkern steuert als Kontrollzentrum alle Zellvorgänge, daher liegt die Annahme nahe, dort laufe auch die Energiegewinnung ab. Im Zellkern liegen jedoch DNA und die Transkription, nicht die Elektronentransportkette. Richtig: Die Atmungskette befindet sich in der inneren Mitochondrienmembran. Merke: Steuern und Energieumsetzen sind getrennte Aufgaben verschiedener Organellen.
(C) Denkfehler: Der Golgi-Apparat wirkt wie eine zentrale Schaltstelle der Zelle, doch er modifiziert, sortiert und verpackt nur Proteine und Lipide in Vesikel. Energiegewinnung findet dort nicht statt. Richtig: Die Atmungskette sitzt in der inneren Mitochondrienmembran und liefert ATP. Merke: Ordne jedem Organell seine Hauptfunktion zu; ATP-Bildung gehört zum Mitochondrium.
(D) Denkfehler: Das raue ER ist durch seine Ribosomen sehr stoffwechselaktiv, wird aber mit Energiegewinnung verwechselt. Es dient der Synthese und Faltung von Proteinen, die ins ER-Lumen oder in Membranen gelangen. Richtig: Die Atmungskette findet an der inneren Mitochondrienmembran statt. Merke: Ribosomen auf dem ER stehen für Proteinsynthese, nicht für ATP-Bildung.
(E) Denkfehler: Lysosomen enthalten Enzyme und bauen Stoffe ab, deshalb verwechselt man ihren Stoffumsatz mit Energiegewinnung. Sie verdauen aber nur Makromoleküle und Zellreste, sie bilden kein ATP über eine Elektronentransportkette. Richtig: Die Atmungskette liegt in der inneren Mitochondrienmembran. Merke: Abbau von Stoffen ist nicht gleich Energiegewinnung; achte auf den Ort der Membranen mit Elektronentransport.
Wie viel Natriumchlorid (M = 58,5 g/mol) braucht man für 500 ml einer Lösung mit 0,2 mol/l?
0,1 g
11,7 g
5,85 g
58,5 g
2,93 g
Lösung anzeigen
Richtig: (C) 5,85 g
n = 0,5 l · 0,2 mol/l = 0,1 mol; m = 0,1 mol · 58,5 g/mol = 5,85 g.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(A) Denkfehler: Man berechnet n = 0,1 mol korrekt, hält diesen Wert aber schon für das Ergebnis und vergisst den letzten Schritt m = n · M. Die Einheit mol ist dann mit g verwechselt. Richtig: 0,1 mol · 58,5 g/mol = 5,85 g. Merke: Kontrolliere am Ende die Einheit; gefragt ist eine Masse in Gramm.
(B) Denkfehler: Man ignoriert das Volumen von 500 ml und rechnet mit 1 l: 0,2 mol · 58,5 g/mol = 11,7 g. Die Aufgabe verlangt aber nur 0,5 l, also die halbe Menge. Richtig: n = 0,1 mol, m = 5,85 g. Merke: Rechne Milliliter vor dem Einsetzen in Liter um und prüfe, ob das Volumen in der Formel vorkommt.
(D) Denkfehler: 58,5 g wäre genau 1 mol, nämlich die molare Masse selbst. Man vergisst, die Stoffmenge von 0,1 mol einzusetzen, und gibt M statt m an. Richtig: m = n · M = 0,1 mol · 58,5 g/mol = 5,85 g. Merke: Die molare Masse gilt pro Mol; die benötigte Masse bekommst du erst nach der Multiplikation mit n.
(E) Warum nicht 2,93 g: Die Probe rückwärts zeigt es. 2,93 g sind 2,93 / 58,5 = 0,05 mol, in 0,5 l also nur 0,1 mol/l und nicht 0,2 mol/l. Die gesuchte Masse muss doppelt so groß sein. Richtig: 5,85 g. Merke: Rechne das Ergebnis mit n = m / M und c = n / V zurück, um die Konzentration zu prüfen.
Wie groß ist der hydrostatische Druck in 5 m Wassertiefe (ohne Luftdruck; ρ = 1000 kg/m³, g = 10 m/s²)?
5 kPa
50 kPa
5000 kPa
0,5 kPa
500 kPa
Lösung anzeigen
Richtig: (B) 50 kPa
p = ρ · g · h = 1000 · 10 · 5 = 50 000 Pa = 50 kPa.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(A) Denkfehler: Hier fehlt die Erdbeschleunigung (1000 · 5 = 5000 Pa = 5 kPa), es wurde nur Dichte mal Tiefe gerechnet. Richtig: p = ρ · g · h = 1000 · 10 · 5 = 50 000 Pa = 50 kPa. Merke: Der Schweredruck braucht alle drei Faktoren ρ, g und h; schon 10 m Wasser entsprechen etwa 100 kPa.
(C) Warum nicht 5000 kPa: 5000 kPa wären 5 000 000 Pa. Bei 10 000 Pa je Meter Wassertiefe entspräche das 500 m, nicht 5 m. Richtig: p = ρ · g · h = 1000 · 10 · 5 = 50 000 Pa = 50 kPa. Merke: Achte auf Pa gegenüber kPa; ein Faktor 1000 passiert leicht bei der Umrechnung.
(D) Warum nicht 0,5 kPa: 0,5 kPa sind 500 Pa. Mit ρ · g = 10 000 Pa/m wäre das erst bei einer Tiefe von 500 / 10 000 = 0,05 m erreicht, also 5 cm. Gefragt sind aber 5 m. Richtig: 50 kPa. Merke: Rechne bei Druckaufgaben auf Pa um und prüfe die Größenordnung.
(E) Warum nicht 500 kPa: Als Faustregel steigt der Druck im Wasser um etwa 100 kPa je 10 m, also 10 kPa je Meter. 500 kPa gehörten zu 50 m Tiefe, nicht zu 5 m. Richtig: 1000 · 10 · 5 = 50 000 Pa = 50 kPa. Merke: Überschlage mit 10 kPa pro Meter.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei zwei Würfen mit einem fairen Würfel zweimal eine 6 zu werfen?
1/36
1/6
1/18
2/6
1/12
Lösung anzeigen
Richtig: (A) 1/36
Unabhängige Ereignisse: 1/6 · 1/6 = 1/36.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(B) Denkfehler: 1/6 ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6 bei nur einem Wurf. Die Aufgabe verlangt aber zwei Sechsen hintereinander, was seltener ist. Richtig: 1/6 · 1/6 = 1/36. Merke: Bei unabhängigen Ereignissen mit „und“ werden die Wahrscheinlichkeiten multipliziert.
(C) Warum nicht 1/18: 1/18 = 2/36 würde zwei günstige Ergebnisse bedeuten. Es gibt aber nur eines: Beide Würfe zeigen eine 6. Es gibt keine zweite Reihenfolge, die zählt. Richtig ist 1/36. Merke: Reihenfolgen zählen nur, wenn verschiedene Ergebnisse vertauschbar sind.
(D) Denkfehler: 2/6 entsteht durch Addition 1/6 + 1/6 = 1/3. Addiert wird bei „oder“ für sich ausschließende Ereignisse, nicht bei „und“. Richtig: 1/6 · 1/6 = 1/36. Merke: Die Wahrscheinlichkeit für zwei Treffer hintereinander muss kleiner sein als für einen.
(E) Warum nicht 1/12: Von den 36 gleich wahrscheinlichen Ergebnispaaren zählt nur (6, 6). 1/12 würde drei günstige Paare bedeuten, denn 3/36 = 1/12. Richtig ist 1/36. Merke: Zähle günstige durch mögliche Fälle und prüfe, ob wirklich so viele günstige Fälle existieren.
Hier bekommst du einen kurzen Informationstext und beantwortest Fragen, die sich allein daraus ableiten lassen. Im geplanten TMSnat sind es 20 Aufgaben in 50 Minuten. Bei Aufgaben mit den Aussagen I, II und III prüfst du jede Aussage einzeln. Weitere Hinweise: MedNat üben.
Vitamin B12 wird mit tierischer Nahrung aufgenommen. Im Magen bindet es an den Intrinsic-Faktor, ein Eiweiß, das von den Belegzellen der Magenschleimhaut gebildet wird. Nur als Komplex mit dem Intrinsic-Faktor kann Vitamin B12 im letzten Abschnitt des Dünndarms, dem terminalen Ileum, aufgenommen werden. Die Leber speichert Vitamin B12 für mehrere Jahre. Ein Mangel führt unter anderem zu einer Störung der Blutbildung.
operative Entfernung des Magens
operative Entfernung des terminalen Ileums
streng pflanzliche Ernährung über viele Jahre
Welche der folgenden Situationen können diesen Informationen zufolge zu einem Vitamin-B12-Mangel führen?
Nur I
Nur I und II
Nur II und III
Nur I und III
I, II und III
Lösung anzeigen
Richtig: (E) I, II und III
Richtig ist „I, II und III“. I trifft zu: Ohne Magen fehlt der Intrinsic-Faktor aus den Belegzellen. II trifft zu: Dort wird der Komplex aufgenommen. III trifft zu: Vitamin B12 stammt aus tierischer Nahrung; der Speicher reicht nur einige Jahre.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(A) Denkfehler: Man erkennt nur den Magen als Ursache, weil dort der Intrinsic-Faktor entsteht. Aber auch ohne Aufnahme im Ileum und ohne tierische Nahrung kommt kein Vitamin B12 im Körper an; II und III fehlen fälschlich. Richtig: Alle drei Situationen unterbrechen die Versorgung. Merke: Prüfe bei Kombinationsaufgaben jede Aussage einzeln gegen die Kette Aufnahme, Bindung, Resorption, statt bei der ersten zutreffenden aufzuhören.
(B) Denkfehler: Man berücksichtigt Bildung und Aufnahme des Komplexes, lässt aber die Nahrungsquelle weg. Aussage III fehlt fälschlich. Vitamin B12 stammt laut Text aus tierischer Nahrung, und der Speicher der Leber reicht nur mehrere Jahre. Richtig: Bei streng pflanzlicher Ernährung über viele Jahre ist der Speicher irgendwann aufgebraucht. Merke: Achte auf Zeitangaben im Text; Speicher puffern nur für begrenzte Zeit.
(C) Denkfehler: Man hält den Magen für unwichtig, weil die Aufnahme im Ileum stattfindet. Aussage I fehlt fälschlich: Die Belegzellen der Magenschleimhaut bilden den Intrinsic-Faktor, und ohne Magen fehlt er. Dann kann Vitamin B12 auch im gesunden Ileum nicht aufgenommen werden. Richtig: I, II und III treffen zu. Merke: Suche bei mehrstufigen Vorgängen jede Station; fällt eine aus, bricht die ganze Kette.
(D) Denkfehler: Man denkt, das Ileum sei nur ein Durchgang. Aussage II fehlt fälschlich: Laut Text kann der Komplex ausschließlich im terminalen Ileum aufgenommen werden. Wird dieser Abschnitt entfernt, bleibt das Vitamin trotz Intrinsic-Faktor und ausreichender Nahrung ungenutzt. Richtig: Alle drei Situationen führen zum Mangel. Merke: Wörter wie nur und ausschließlich im Text bedeuten, dass der Ausfall dieses Ortes die Funktion beendet.
(A) Warum nicht 885 kJ: Probe rückwärts: Fett liefert 10 · 37 = 370 kJ, bleiben 885 − 370 = 515 kJ für 25 g Kohlenhydrate und Eiweiß. Das wären 20,6 kJ pro Gramm, der Text nennt aber für beide nur 17 kJ. Richtig sind 795 kJ. Merke: Rechne bei Verdacht einen Teil heraus und prüfe, ob der Rest zu den Angaben passt.
(C) Denkfehler: Du rechnest Kohlenhydrate und Fett (340 + 370 = 710 kJ) und vergisst das Eiweiß, weil es mit 5 g die kleinste Menge ist. Richtig: Auch Eiweiß liefert 17 kJ pro Gramm, also zusätzlich 85 kJ, insgesamt 795 kJ. Merke: Kleine Mengen gehören trotzdem in die Summe; prüfe am Ende, ob alle Posten verbraucht sind.
(D) Denkfehler: Du rechnest nur Kohlenhydrate und Eiweiß (25 g · 17 = 425 kJ) und lässt das Fett weg, obwohl es in der Aufgabe steht und den größten Anteil liefert. Richtig: Zusätzlich 10 g · 37 = 370 kJ, insgesamt 795 kJ. Merke: Hake in der Aufgabe jede genannte Menge ab, damit keine Zutat unter den Tisch fällt.
(E) Denkfehler: Du rechnest alle 35 g mit 17 kJ pro Gramm (35 · 17 = 595 kJ) und übersiehst, dass Fett mit 37 kJ pro Gramm deutlich mehr Energie liefert. Richtig: Fett zählt gesondert, also 340 + 85 + 370 = 795 kJ. Merke: Gib bei Nährwertaufgaben jedem Nährstoff seinen eigenen Faktor und prüfe, ob einer abweicht.
Formeln anwenden und umstellen, Einheiten prüfen, Proportionalitäten erkennen. Im geplanten TMSnat sind es 20 Aufgaben in 50 Minuten. In unserer Simulation ist etwa die Hälfte Formelarbeit, die andere Hälfte Rechenaufgaben in medizinischem Zusammenhang.
Beispielaufgabe 7 · Quantitative und formale Probleme
Die Leistung P wird in der Einheit 1 kg·m²/s³ angegeben. Sie soll aus den Größen Kraft F (Einheit: 1 kg·m/s²), Weg s (Einheit: 1 m) und Zeit t (Einheit: 1 s) berechnet werden. Bei welcher der folgenden Formeln ergibt sich für P die richtige Einheit?
P = s · t / F
P = F / (s · t)
P = F · s · t
P = F · s / t
P = F · t / s
Lösung anzeigen
Richtig: (D) P = F · s / t
Einheitengleichung für F · s / t: (kg·m/s²) · m / s = kg·m²/s³. Bei allen anderen Formeln geht die Einheitengleichung nicht auf, z. B. F · t / s ergibt kg/s.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(A) Denkfehler: Du bildest s · t / F und drehst damit die Kraft in den Nenner. Einheit: m · s / (kg·m/s²) = s³/kg, das ist fast der Kehrwert einer Leistungseinheit, aber nicht diese selbst. Richtig: F · s / t ergibt kg·m²/s³. Merke: Steht die Zielgröße mit kg im Zähler, darf die Kraft nicht im Nenner stehen.
(B) Denkfehler: Du teilst die Kraft durch Weg und Zeit, F / (s · t). Das ergibt (kg·m/s²) / (m · s) = kg/s³. Es fehlt der Faktor m², außerdem stimmt die Sekundenpotenz nicht ganz. Richtig: F · s / t ergibt kg·m²/s³. Merke: Zähle bei jeder Einheit die Exponenten von kg, m und s einzeln durch.
(C) Denkfehler: Du multiplizierst alle drei Größen, weil Leistung nach Arbeit aussieht. F · s · t ergibt (kg·m/s²) · m · s = kg·m²/s, die Sekunde steht dann im Nenner nur einfach statt dreifach. Richtig: Die Zeit muss geteilt werden, F · s / t gibt kg·m²/s³. Merke: Eine Größe pro Zeit steht immer mit t im Nenner.
(E) Denkfehler: Du vertauschst Weg und Zeit und rechnest F · t / s. Dann steht die Zeit im Zähler: (kg·m/s²) · s / m = kg/s, also keine Leistungseinheit. Richtig: F · s / t liefert kg·m²/s³. Merke: Setze die Einheiten ein und kürze Schritt für Schritt; Potenzen von m und s müssen am Ende exakt zur Zieleinheit passen.
Beispielaufgabe 8 · Quantitative und formale Probleme
Die Clearance berechnet sich als C = (U · V) : P. Gegeben sind U = 120 mg/dL (Konzentration im Urin), V = 1,5 mL/min (Urinfluss) und P = 2 mg/dL (Konzentration im Plasma). Wie groß ist C?
180 mL/min
60 mL/min
120 mL/min
75 mL/min
90 mL/min
Lösung anzeigen
Richtig: (E) 90 mL/min
C = (120 · 1,5) : 2 = 180 : 2 = 90 mL/min. Die Einheit dL kürzt sich.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(A) Denkfehler: Du hast U · V = 120 · 1,5 = 180 berechnet und die Division durch P = 2 mg/dL vergessen. Das ist nur das Zwischenergebnis. Richtig: 180 : 2 = 90 mL/min. Merke: Arbeite die Formel bis zum Ende ab und streiche Zwischenergebnisse nicht versehentlich als Lösung an. Hier steht P im Nenner.
(B) Denkfehler: Du hast nur U durch P geteilt, 120 : 2 = 60, und den Urinfluss V = 1,5 mL/min weggelassen. Richtig: Es gilt C = (U · V) : P = (120 · 1,5) : 2 = 90 mL/min. Merke: Setze alle gegebenen Größen in die Formel ein. Eine Größe, die du nicht benutzt hast, ist ein Warnsignal.
(C) Warum nicht 120 mL/min: Die Probe rückwärts zeigt es. Es muss C · P = U · V gelten. Für C = 120 ergibt das 120 · 2 = 240, gefordert sind aber 120 · 1,5 = 180. Richtig: 180 : 2 = 90 mL/min. Merke: Der Wert 120 ist nur das gegebene U. Ein Ergebnis, das einer Eingangszahl gleicht, solltest du besonders prüfen.
(D) Warum nicht 75 mL/min: Die Probe rückwärts zeigt es. Es muss C · P = U · V gelten. Für C = 75 ergibt das 75 · 2 = 150, gefordert sind aber 120 · 1,5 = 180. Richtig: 180 : 2 = 90 mL/min. Merke: Stelle die Formel zur Probe um und setze dein Ergebnis ein.
Du wertest Tabellen und Diagramme mit erfundenen Daten aus. Meist lautet die Frage, welche Aussage sich ableiten lässt oder welche nicht. Im geplanten TMSnat sind es 20 Aufgaben in 50 Minuten. Prüfe jede Aussage an allen Zeilen und Spalten, nicht nur am ersten Wert.
Beispielaufgabe 9 · Diagramme und Tabellen
Stationäre Aufnahmen pro Quartal (fiktive Daten)
Q1
Q2
Q3
Q4
Chirurgie
420
380
360
440
Innere Medizin
510
470
450
570
Kardiologie
300
320
340
360
Neurologie
180
200
210
210
Welche der folgenden Aussagen lässt sich aus der Tabelle ableiten?
Die Chirurgie hat im ganzen Jahr mehr Aufnahmen als die Innere Medizin.
Die Neurologie hat in Q4 mehr Aufnahmen als in Q3.
In Q2 hat die Kardiologie die meisten Aufnahmen.
Die Innere Medizin hat in jedem Quartal mehr als dreimal so viele Aufnahmen wie die Neurologie.
Die Kardiologie hat in jedem Quartal mehr Aufnahmen als im Vorquartal.
Lösung anzeigen
Richtig: (E) Die Kardiologie hat in jedem Quartal mehr Aufnahmen als im Vorquartal.
Kardiologie: 300 → 320 → 340 → 360, also in jedem Quartal ein Anstieg. Gegenproben: Chirurgie 1600 gegenüber Innere Medizin 2000 im Jahr; Neurologie in Q3 und Q4 je 210; in Q2 liegt die Innere Medizin mit 470 vorn; das Dreifache der Neurologie in Q1 wäre 540, die Innere Medizin hat nur 510.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(A) Denkfehler: Chirurgie wirkt groß, weil sie in Q4 auf 440 springt. Aber in jedem Quartal liegt sie unter der Inneren Medizin (420 zu 510, 380 zu 470, 360 zu 450, 440 zu 570); Jahressumme 1.600 gegenüber 2.000. Richtig: Nur bei der Kardiologie steigt der Wert jedes Quartal. Merke: Bei Jahresvergleichen immer alle vier Werte summieren, nicht nur einzelne auffällige Quartale ansehen.
(B) Denkfehler: Von Q1 (180) über Q2 (200) bis Q3 (210) steigt die Neurologie, deshalb erwartet man einen weiteren Anstieg. In Q4 steht aber wieder 210, der Wert ist also gleich geblieben, nicht höher. Richtig: Bei der Kardiologie wächst der Wert wirklich jedes Quartal (300, 320, 340, 360). Merke: Einen Trend nie fortschreiben, sondern jede Stelle einzeln ablesen.
(C) Denkfehler: Die Kardiologie wächst stetig, daher hält man sie für die stärkste Station. In Q2 hat sie aber nur 320 Aufnahmen, die Innere Medizin dagegen 470 und die Chirurgie 380. Richtig: Der gleichmäßige Anstieg der Kardiologie ist die einzige Aussage, die für jedes Quartal stimmt. Merke: Ein stetiger Anstieg sagt nichts über die absolute Höhe im Vergleich zu anderen Zeilen.
(D) Denkfehler: Man schaut nur auf die Quartale mit kleinen Werten. Doch schon in Q1 wäre das Dreifache der Neurologie 3 · 180 = 540, die Innere Medizin hat nur 510; in Q2 sind es 600 gegenüber 470. Die Aussage scheitert also schon in Q1. Richtig: Der Anstieg der Kardiologie in jedem Quartal ist belegt. Merke: Bei Faktor-Aussagen mit dem schärfsten Quartal gegenprüfen.
Beispielaufgabe 10 · Diagramme und Tabellen
Behandelte Fälle in der Notaufnahme nach Dringlichkeit und Schicht (fiktive Daten)
Frühschicht
Spätschicht
Nachtschicht
Rot
4
6
9
Orange
22
30
18
Gelb
60
85
40
Grün
90
120
35
Welche der folgenden Aussagen lässt sich aus der Tabelle ableiten?
Die Zahl der roten Fälle steigt von Schicht zu Schicht.
In jeder Schicht ist Grün die häufigste Dringlichkeit.
Orange Fälle machen in der Frühschicht mehr als ein Viertel aller Fälle der Schicht aus.
In der Nachtschicht sind grüne Fälle häufiger als orange und gelbe Fälle zusammen.
In der Spätschicht werden mehr Fälle der Dringlichkeit Gelb behandelt als in den beiden anderen Schichten zusammen.
Lösung anzeigen
Richtig: (A) Die Zahl der roten Fälle steigt von Schicht zu Schicht.
Rot: 4 → 6 → 9. Gegenproben: Gelb Spät 85 gegenüber 60 + 40 = 100; Nacht Grün 35 gegenüber 18 + 40 = 58; in der Nachtschicht ist Gelb (40) häufiger als Grün (35); Orange Früh 22 von 176 Fällen ≈ 12,5 %.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(B) Denkfehler: Du überträgst das Bild von Früh- und Spätschicht auf alle. Dort ist Grün mit 90 und 120 Fällen vorn, nachts hat Gelb aber 40 Fälle und Grün nur 35. "In jeder Schicht" stimmt also nicht. Richtig: Rot steigt in jeder Schicht (4, 6, 9). Merke: Bei "in jeder" reicht ein Gegenbeispiel zur Widerlegung.
(C) Denkfehler: Du hältst 22 Fälle für viel und schätzt den Anteil zu hoch. Die Frühschicht hat insgesamt 4 + 22 + 60 + 90 = 176 Fälle; 22 : 176 = 12,5 Prozent. Ein Viertel wären 44 Fälle. Die Aussage ist falsch. Richtig: Die Zahl der roten Fälle steigt von Schicht zu Schicht. Merke: Anteil = Teil : Gesamtzahl der Schicht, nicht Teil : größte Zahl.
(D) Denkfehler: Du erwartest, dass Grün in der Nachtschicht nach wie vor dominiert. Nachts gibt es 35 grüne Fälle, orange und gelbe zusammen aber 18 + 40 = 58. Grün ist also seltener. Richtig: Rot nimmt von Schicht zu Schicht zu (4, 6, 9). Merke: Die Verteilung einer Schicht nicht aus anderen Schichten übertragen.
(E) Denkfehler: Du vergleichst die Spätschicht nur mit einer anderen Schicht. Die Spätschicht hat 85 gelbe Fälle, die beiden anderen Schichten zusammen aber 60 + 40 = 100. Die Aussage trifft also nicht zu. Richtig: Die roten Fälle steigen von 4 über 6 auf 9. Merke: Bei "als die anderen zusammen" erst addieren, dann vergleichen.
Neu im TMSnat: 16 Textaufgaben in 25 Minuten, rechnerisch gut anderthalb Minuten pro Aufgabe. Typisch sind Dreisatz, Prozent, Mischungen und Verhältnisse. Übe sie unbedingt mit Uhr.
Beispielaufgabe 11 · Arithmetisches Problemlösen
5 Abfüllanlagen füllen in 3 Stunden 600 Ampullen. Wie lange brauchen 9 Anlagen gleicher Leistung für 1.620 Ampullen?
4 h
3 h
5 h
4,5 h
3,5 h
Lösung anzeigen
Richtig: (D) 4,5 h
Leistung je Anlage: 600 : (5 · 3 h) = 40 Ampullen pro Stunde. 9 Anlagen schaffen 360 pro Stunde. 1.620 : 360 = 4,5 Stunden.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(A) Warum nicht 4 h: 9 Anlagen schaffen 360 Ampullen pro Stunde, in 4 h also 1.440. Das sind 180 weniger als die geforderten 1.620. Richtig: 1.620 : 360 = 4,5 h. Merke: Mach die Probe rückwärts: Leistung mal Zeit muss die geforderte Menge ergeben, sonst fehlt noch Zeit.
(B) Denkfehler: Du hast die Zeit der Ausgangssituation unverändert übernommen, obwohl sich Menge und Anlagenzahl geändert haben. Richtig: Eine Anlage schafft 600 : 15 = 40 Ampullen pro Stunde; 9 Anlagen schaffen 360 pro Stunde, also 1.620 : 360 = 4,5 Stunden. Merke: Bei Mengen- und Zeitaufgaben zuerst die Leistung pro Einheit bestimmen, dann die neuen Werte einsetzen.
(C) Warum nicht 5 h: 9 Anlagen schaffen 360 Ampullen pro Stunde, in 5 h also 1.800. Das wären 180 mehr als die geforderten 1.620, die Zeit wäre also zu lang. Richtig: 1.620 : 360 = 4,5 h. Merke: Probe rückwärts: Leistung mal Zeit muss die verlangte Menge genau treffen.
(E) Warum nicht 3,5 h: 9 Anlagen schaffen 9 · 40 = 360 Ampullen pro Stunde, in 3,5 h also nur 1.260 Ampullen. Gebraucht werden aber 1.620. Richtig: 1.620 : 360 = 4,5 h. Merke: Probe rückwärts: Leistung pro Stunde mal Zeit muss genau die verlangte Menge ergeben.
Beispielaufgabe 12 · Arithmetisches Problemlösen
In einem Kurs sind 40 % der Teilnehmenden Frauen. 25 % der Frauen und 50 % der Männer tragen eine Brille. Wie viel Prozent aller Teilnehmenden tragen eine Brille?
40 %
35 %
45 %
30 %
37,5 %
Lösung anzeigen
Richtig: (A) 40 %
Frauen mit Brille: 0,4 · 0,25 = 0,10. Männer mit Brille: 0,6 · 0,5 = 0,30. Zusammen 0,40, also 40 %.
Warum die anderen Antworten nicht stimmen:
(B) Denkfehler: Du hast die Gruppenanteile vertauscht: 0,6 · 0,25 = 0,15 und 0,4 · 0,5 = 0,20, zusammen 0,35. Richtig: 40 % Frauen, also 0,4 · 0,25 = 0,10; 60 % Männer, also 0,6 · 0,5 = 0,30; Summe 0,40. Merke: Bei Teilanteilen zuerst die Gruppengröße, dann den Anteil innerhalb der Gruppe multiplizieren; Gruppen nicht vertauschen.
(C) Denkfehler: Du hast 60 % statt 40 % als Frauenanteil gerechnet: 0,6 · 0,25 = 0,15, dazu die Männer mit 0,6 · 0,5 = 0,30, Summe 0,45. Richtig: Frauen sind 40 %, also 0,4 · 0,25 = 0,10; Männer sind 60 %, also 0,3; Summe 0,40. Merke: Frauen- und Männeranteil ergeben zusammen 100 %; prüfe die Summe 40 + 60, bevor du rechnest.
(D) Denkfehler: Du hast nur die Männer mit Brille gerechnet und die Frauen vergessen: 0,6 · 0,5 = 0,30. Richtig: Frauen mit Brille 0,4 · 0,25 = 0,10, Männer mit Brille 0,6 · 0,5 = 0,30; zusammen 0,40, also 40 %. Merke: Bei Teilmengen alle Gruppen addieren; der Gesamtanteil ist die Summe der Anteile aus den einzelnen Gruppen.
(E) Denkfehler: Du hast die beiden Brillenquoten gemittelt: (25 + 50) : 2 = 37,5. Richtig: Die Gruppen sind unterschiedlich groß, also 0,4 · 0,25 + 0,6 · 0,5 = 0,40. Merke: Der Mittelwert zweier Prozentsätze gilt nur bei gleich großen Gruppen; bei ungleichen Gruppen jeden Anteil mit seiner Gruppengröße gewichten.
Diese beiden Gruppen lassen sich schlecht als einzelne Beispielaufgabe zeigen: Bei Fakten lernen prägst du dir zuerst 20 Fakten ein und beantwortest die Fragen erst später, bei Textverständnis gehören mehrere Fragen zu einem längeren Text. Beides kannst du direkt üben: Fakten lernen und Textverständnis. Wenn du alle acht Gruppen am Stück in der geplanten Reihenfolge durchspielen willst, nutze die komplette TMSnat-Simulation.
Häufige Fragen
Sind das offizielle TMSnat-Aufgaben?
Nein. Alle Aufgaben hier sind eigene Übungsaufgaben und kein Originaltest. Einen vollständigen offiziellen TMSnat-Übungstest haben wir in den geprüften Quellen nicht gefunden. Die Anbieter verweisen auf das offizielle Material zum bisherigen TMS und auf die Plattform viaMINT; aktuelle Informationen stehen auf tms-info.org.
Wo finde ich weitere TMSnat Übungen?
In unserer kostenlosen TMSnat-Simulation kannst du alle Aufgabengruppen mit der geplanten Aufgabenzahl und Zeit üben, mit sofortiger Auswertung und Lösungswegen. Die Aufgaben werden bei jeder Runde neu aus der Aufgabenbank gezogen.
Sind die Aufgaben so schwer wie im echten Test?
Das können wir nicht sagen. Die Aufgaben des TMSnat sind nicht veröffentlicht. Unsere Aufgaben orientieren sich an den Namen der Aufgabengruppen, an der geplanten Aufgabenzahl und Zeit und an der offiziellen Aufgabensammlung zum bisherigen TMS.
Wie ist der TMSnat aufgebaut?
Nach dem Planungsstand vom 26.06.2026 besteht er aus acht Aufgabengruppen mit 176 Aufgaben. Reihenfolge, Zeiten und Pause findest du unter TMSnat Aufbau, Termine und Anmeldung unter TMSnat-Termine.
Ich schreibe noch den bisherigen TMS. Passen diese Aufgaben?
Teilweise. Für den TMS in der bisherigen Form haben wir eine eigene Seite mit anderen Aufgaben: TMS Beispielaufgaben.