TMS Beispielaufgaben mit Lösungen

Hier findest du 9 Beispielaufgaben zu drei Aufgabengruppen des bisherigen TMS (Test für medizinische Studiengänge): Quantitative und formale Probleme, Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis sowie Diagramme und Tabellen. Zu jeder Aufgabe gibt es die richtige Antwort, den Lösungsweg und eine Erklärung zu jeder falschen Antwort. Stand der Seite: 13. Oktober 2026.

Eigene Übungsaufgaben, keine Originalaufgaben. Alle Aufgaben auf dieser Seite haben wir selbst erstellt (kein Originaltest / eigene Übungsaufgaben). Sie stammen aus der Aufgabenbank unserer Simulation; die Lösungen werden beim Erstellen der Seite automatisch nachgerechnet. Die offiziellen Beispielaufgaben der Testanbieter stehen in der kostenlosen Aufgabensammlung „Beispielaufgaben zur Vorbereitung“ (PDF) auf tms-info.org. Wir geben sie hier nicht wieder.

Der TMS wird durch den TMSnat abgelöst

Laut tms-info.org ist der Herbst-Durchgang 2026 der letzte TMS in der bisherigen Form. Danach soll der TMSnat den TMS und den HAM-Nat ablösen (Ankündigung der Auswahltestzentrale zum Auswahlverfahren 2027, PDF). Die drei Aufgabengruppen auf dieser Seite gehören zu beiden Tests, im TMS mit 24 Aufgaben in 60 Minuten je Gruppe. Wenn du dich schon auf den neuen Test vorbereitest, findest du andere Aufgaben, auch zu den neuen Gruppen, unter TMSnat Beispielaufgaben. Was sich genau ändert, steht unter TMSnat im Überblick.

So gehst du vor: Löse jede Aufgabe zuerst selbst, entscheide dich für (A) bis (E) und klappe erst dann die Lösung auf.

Quantitative und formale Probleme

Im TMS 24 Aufgaben in 60 Minuten. Typisch sind Dosierungen und Umrechnungen, Formeln mit Proportionalitäten (was passiert, wenn sich eine Größe verdreifacht?) und Wertetabellen, aus denen du den Zusammenhang erkennen sollst.

Beispielaufgabe 1 · Quantitative und formale Probleme

Ein Medikament wird mit 0,5 mg pro kg Körpergewicht dosiert. Eine Patientin wiegt 72 kg. Die Lösung enthält 12 mg Wirkstoff pro mL. Wie viel mL müssen verabreicht werden?

  1. 3 mL
  2. 6 mL
  3. 1,5 mL
  4. 2 mL
  5. 4,5 mL
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Richtig: (A) 3 mL

Dosis: 0,5 mg/kg · 72 kg = 36 mg. Volumen: 36 mg : 12 mg/mL = 3 mL.

Warum die anderen Antworten nicht stimmen:

  • (B) Denkfehler: Du hast das Körpergewicht direkt durch die Konzentration geteilt, 72 : 12 = 6, und den Faktor 0,5 mg/kg vergessen. Richtig: Erst die Dosis 0,5 mg/kg · 72 kg = 36 mg bestimmen, dann 36 mg : 12 mg/mL = 3 mL. Merke: Zwischen Gewicht und Volumen liegt immer der Schritt über die Dosis in mg, schreibe die Einheiten mit.
  • (C) Warum nicht 1,5 mL: Mit der Probe rückwärts siehst du es. 1,5 mL · 12 mg/mL = 18 mg, das wären bei 72 kg nur 0,25 mg/kg statt der geforderten 0,5 mg/kg. Richtig: 0,5 · 72 = 36 mg, geteilt durch 12 mg/mL ergibt 3 mL. Merke: Rechne bei Dosisaufgaben das Ergebnis mit der Konzentration zurück in mg und vergleiche es mit der Soll-Dosis.
  • (D) Warum nicht 2 mL: Die Probe rückwärts zeigt es. 2 mL · 12 mg/mL = 24 mg, bei 72 kg sind das nur etwa 0,33 mg/kg statt 0,5 mg/kg. Richtig: Soll-Dosis 0,5 · 72 = 36 mg, geteilt durch 12 mg/mL ergibt 3 mL. Merke: Erst die Dosis in mg bestimmen, dann durch die Konzentration teilen, und zum Schluss mit der Probe prüfen.
  • (E) Warum nicht 4,5 mL: Die Probe rückwärts widerlegt es. 4,5 mL · 12 mg/mL = 54 mg, bei 72 kg wären das 0,75 mg/kg statt der geforderten 0,5 mg/kg. Richtig: 0,5 · 72 = 36 mg, geteilt durch 12 mg/mL ergibt 3 mL. Merke: Prüfe bei Dosisaufgaben immer, ob das Ergebnis zurückgerechnet wieder genau die vorgegebene Dosis pro kg ergibt.
Beispielaufgabe 2 · Quantitative und formale Probleme

Für die Fallstrecke s gilt s = ½ · g · t². Ein Stein fällt in den ersten 2 Sekunden 20 m tief. Wie tief ist er nach insgesamt 6 Sekunden gefallen (Luftwiderstand vernachlässigt)?

  1. 360 m
  2. 120 m
  3. 60 m
  4. 540 m
  5. 180 m
Lösung anzeigen

Richtig: (E) 180 m

s ~ t². Dreifache Zeit bedeutet 3² = 9-fache Strecke: 9 · 20 m = 180 m. Wer 60 m wählt, hat linear gerechnet.

Warum die anderen Antworten nicht stimmen:

  • (A) Denkfehler: Aus 20 m in 2 s folgt g = 10 m/s². Setzt man in s = g · t² den Faktor ½ nicht ein, ergibt sich 10 · 6² = 360 m, also das Doppelte des richtigen Werts. Richtig: s = ½ · 10 · 36 = 180 m, oder schneller: 9-fache Strecke wie bei 2 s. Merke: Konstante Vorfaktoren wie ½ nicht vergessen; Verhältnisrechnung vermeidet das.
  • (B) Warum nicht 120 m: Aus den ersten 2 s folgt g = 2 · 20 / 2² = 10 m/s². Bei 120 m nach 6 s wäre g = 2 · 120 / 6² ≈ 6,7 m/s², also ein anderer Wert für denselben Stein. Die Strecke wäre nur das 6-Fache, weder linear (3-fach) noch quadratisch (9-fach). Richtig: 9 · 20 m = 180 m. Merke: Probe rückwärts mit der Konstante g.
  • (C) Denkfehler: Man rechnet linear: dreifache Zeit, also 3 · 20 m = 60 m. Beim freien Fall wird der Stein aber ständig schneller, die Strecke wächst mit t². Richtig: Dreifache Zeit bedeutet 3² = 9-fache Strecke, also 9 · 20 m = 180 m. Merke: Steht in der Formel ein Quadrat, wird auch der Faktor der Zeit quadriert und nicht einfach übernommen.
  • (D) Denkfehler: Man nimmt die Zeit hoch drei: 3³ = 27, also 27 · 20 m = 540 m. In der Formel steht aber t², nicht t³. Dreifache Zeit ergibt den Faktor 3² = 9. Richtig: 9 · 20 m = 180 m. Merke: Den Exponenten immer aus der gegebenen Formel ablesen, nicht aus dem Gefühl, dass es sich „stark steigert“.
Beispielaufgabe 3 · Quantitative und formale Probleme
Messwerte
1.2.3.4.5.
l (in m)0,2512,2546,25
T (in s)12345

Bei einem Fadenpendel wurde für verschiedene Fadenlängen l die Dauer T einer Schwingung gemessen (siehe Tabelle). Welche der folgenden Beziehungen zwischen T und l gilt für diese Werte?

  1. T ~ 1/l
  2. T² ~ l
  3. T ~ l
  4. T² ~ 1/l
  5. T ~ l²
Lösung anzeigen

Richtig: (B) T² ~ l

Quotienten für zwei einfache Wertepaare bilden: T / l ergibt 4 bzw. 1, also nicht konstant. T² / l ergibt 1² / 0,25 = 4 und 2² / 1 = 4, für alle Wertepaare 4. Also T² ~ l.

Warum die anderen Antworten nicht stimmen:

  • (A) Denkfehler: Beide Größen wachsen in der Tabelle, daher passt keine umgekehrte Proportionalität. Dann müsste T · l konstant sein; es ergibt aber 0,25, 2, 6,75, 16 und 31,25. Richtig: T² / l = 4 für alle Paare. Merke: Steigen beide Größen, kommt keine 1/x-Beziehung infrage.
  • (C) Denkfehler: Du denkst, T und l wachsen gemeinsam, also proportional. Dann müsste T / l konstant sein. Aus der Tabelle ergibt es aber 4, 2, 1,33, 1 und 0,8, also nicht konstant. Richtig: T² / l ist immer 4. Merke: Quotient bilden und prüfen, ob er konstant ist.
  • (D) Denkfehler: Du kombinierst umgekehrte Proportionalität mit dem Quadrat, T² ~ 1/l. Dann wäre T² · l konstant. Es ergibt aber 0,25, 4, 20,25, 64 und 156,25. Zudem steigt T mit l, statt zu fallen. Richtig: T² / l = 4. Merke: Richtung des Zusammenhangs zuerst klären.
  • (E) Denkfehler: Du quadrierst die falsche Größe, T ~ l². Dann wäre T / l² konstant; es ergibt aber 16, 2, 0,59, 0,25 und 0,13. Die Wurzel von l passt, nicht das Quadrat. Richtig: T² / l = 4. Merke: Teste alle Wertepaare, nicht nur zwei.

Quantitative und formale Probleme üben

Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis

Im TMS 24 Aufgaben in 60 Minuten. Zu jeder Aufgabe gibt es einen kurzen Informationstext. Du brauchst kein Fachwissen, sondern musst genau ableiten, was aus dem Text folgt. Mehr dazu unter MedNat üben.

Beispielaufgabe 4 · Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis

Im AB0-System trägt die Membran roter Blutkörperchen je nach Blutgruppe das Antigen A (Blutgruppe A), das Antigen B (Blutgruppe B), beide (Blutgruppe AB) oder keines (Blutgruppe 0). Im Plasma finden sich Antikörper gegen die Antigene, die auf den eigenen roten Blutkörperchen fehlen: bei Blutgruppe A gegen B, bei B gegen A, bei 0 gegen A und B, bei AB keine. Gelangen rote Blutkörperchen mit einem Antigen in das Blut eines Empfängers, der Antikörper dagegen besitzt, verklumpen sie.

  1. von Blutgruppe 0 auf Blutgruppe A
  2. von Blutgruppe AB auf Blutgruppe B
  3. von Blutgruppe A auf Blutgruppe AB

Welche Übertragungen roter Blutkörperchen sind diesen Informationen zufolge ohne Verklumpung möglich?

  1. Nur I
  2. Nur III
  3. Nur I und II
  4. Nur I und III
  5. I, II und III
Lösung anzeigen

Richtig: (D) Nur I und III

Richtig ist „Nur I und III“. I trifft zu: Blutkörperchen der Gruppe 0 tragen kein Antigen. II trifft nicht zu: Der Empfänger mit Gruppe B hat Antikörper gegen A, und AB-Blutkörperchen tragen A. III trifft zu: Empfänger mit AB besitzen keine Antikörper.

Warum die anderen Antworten nicht stimmen:

  • (A) Denkfehler: Man erkennt die Gabe der Gruppe 0, übersieht aber Gruppe AB als Empfänger. Aussage III fehlt fälschlich: Empfänger mit AB besitzen keine Antikörper, daher verklumpen die A-Blutkörperchen nicht. Richtig: Nur I und III. Merke: Prüfe bei Transfusionen, ob die Antikörper des Empfängers zu den Antigenen des Spenders passen.
  • (B) Denkfehler: Man hält Gruppe 0 für problematisch, weil sie Antikörper gegen A und B besitzt. Die Antikörper sind aber im Plasma des Spenders. Entscheidend sind die Antikörper des Empfängers. Aussage I fehlt fälschlich: Blutkörperchen der Gruppe 0 tragen kein Antigen. Richtig: Nur I und III. Merke: Antigene sitzen auf den Spenderzellen, es zählen die Empfängerantikörper.
  • (C) Denkfehler: Man glaubt, AB-Blutkörperchen seien für B-Empfänger harmlos. AB trägt aber Antigen A, und Blutgruppe B hat Antikörper gegen A. Aussage II ist falsch und führt zur Verklumpung. Aussage III fehlt fälschlich: Der AB-Empfänger hat keine Antikörper. Richtig: Nur I und III. Merke: Suche das Antigen des Spenders, dann den passenden Antikörper beim Empfänger.
  • (E) Denkfehler: Man sieht AB als besonders verträglich an, weil AB keine Antikörper hat. Das gilt aber für den Empfänger, nicht für den Spender. Aussage II ist falsch: AB-Blutkörperchen tragen Antigen A, und ein B-Empfänger hat Antikörper dagegen. Richtig: Nur I und III. Merke: Unterscheide Spender und Empfänger.
Beispielaufgabe 5 · Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis

Bei einem autosomal-rezessiven Erbgang erkrankt nur, wer von beiden Eltern je eine veränderte Genkopie erhalten hat. Wer eine veränderte und eine normale Kopie besitzt, ist gesund, kann die veränderte Kopie aber weitergeben (Anlageträger). Jedes Elternteil gibt jeweils eine seiner beiden Kopien zufällig an ein Kind weiter.

Beide Eltern sind gesunde Anlageträger. Wie groß ist diesen Informationen zufolge die Wahrscheinlichkeit, dass ein gemeinsames Kind erkrankt?

  1. 75 %
  2. 100 %
  3. 25 %
  4. 50 %
  5. 0 %
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Richtig: (C) 25 %

Jedes Elternteil gibt mit 1/2 die veränderte Kopie weiter; beide zugleich: 1/2 · 1/2 = 1/4.

Warum die anderen Antworten nicht stimmen:

  • (A) Denkfehler: Man berechnet das Gegenteil. 75 % ist die Wahrscheinlichkeit, nicht zu erkranken (1 − 1/4 = 3/4), oder die Chance, mindestens eine veränderte Kopie zu erhalten. Erkranken tritt nur bei zwei veränderten Kopien auf, also mit 1/4. Richtig: 25 %. Merke: Prüfe, ob nach dem Ereignis oder seinem Gegenteil gefragt ist.
  • (B) Warum nicht 100 %: Jedes Elternteil gibt nur mit 1/2 die veränderte Kopie weiter, sonst die normale. Dass beide zugleich die veränderte weitergeben, geschieht nur mit 1/2 · 1/2 = 1/4. Wäre es sicher, müssten beide Eltern erkrankt sein, also zwei veränderte Kopien besitzen. Richtig: 25 %. Merke: Bei Zufallsweitergabe liegt die Wahrscheinlichkeit zwischen 0 und 100 %.
  • (D) Denkfehler: Man nimmt die Chance eines Elternteils, 1/2, als Ergebnis. Das Kind erkrankt aber nur, wenn beide Eltern die veränderte Kopie weitergeben. Die Wahrscheinlichkeiten werden multipliziert: 1/2 · 1/2 = 1/4. Richtig: 25 %. Merke: Bei unabhängigen Ereignissen, die beide eintreten müssen, multipliziere die Einzelwahrscheinlichkeiten.
  • (E) Warum nicht 0 %: Beide Eltern besitzen eine veränderte Kopie und geben jede mit Wahrscheinlichkeit 1/2 weiter. Dass ein Kind beide veränderten Kopien erhält, ist also möglich, mit 1/2 · 1/2 = 1/4. Gesund zu sein heißt nicht, die Kopie nicht weiterzugeben. Richtig: 25 %. Merke: Anlageträger können erkrankte Kinder haben.
Beispielaufgabe 6 · Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis

Die Stromstärke des Blutes durch ein Gefäß ist bei gleichem Druckunterschied proportional zur vierten Potenz des Gefäßradius. Schon kleine Änderungen des Radius verändern die Durchblutung daher stark.

Ein Gefäß verengt sich auf die Hälfte seines Radius. Auf welchen Anteil sinkt die Durchblutung bei gleichem Druckunterschied diesen Informationen zufolge?

  1. 1/4
  2. 1/2
  3. 1/16
  4. 1/8
  5. 1/32
Lösung anzeigen

Richtig: (C) 1/16

(1/2)⁴ = 1/16.

Warum die anderen Antworten nicht stimmen:

  • (A) Denkfehler: Du rechnest mit dem Quadrat, wie bei der Querschnittsfläche: (1/2)² = 1/4. Der Text verlangt jedoch die vierte Potenz des Radius. Richtig: (1/2)⁴ = 1/16. Merke: Achte auf den Exponenten im Text; er weicht oft von der Alltagsintuition ab.
  • (B) Denkfehler: Du rechnest proportional zum Radius: Radius halbiert, Durchblutung halbiert. Der Text nennt aber die vierte Potenz des Radius. Richtig: (1/2)⁴ = 1/16. Merke: Setze den Verkleinerungsfaktor des Radius in die im Text genannte Potenz ein und lies nicht einfach 1:1 ab.
  • (D) Denkfehler: Du rechnest mit der dritten Potenz, etwa wie bei einem Volumen: (1/2)³ = 1/8. Der Text nennt aber die vierte Potenz des Radius. Richtig: (1/2)⁴ = 1/16. Merke: Zähle den Exponenten im Text genau ab und rechne nicht nach Gefühl.
  • (E) Warum nicht 1/32: Die Potenz im Text ist die vierte; 1/32 entspricht (1/2)⁵, also der fünften Potenz. Probe: 2⁴ = 16, 2⁵ = 32. Richtig ist (1/2)⁴ = 1/16. Merke: Prüfe das Ergebnis rückwärts: Welcher Exponent gehört zum Ergebnis, und stimmt er mit dem Text überein?

Grundverständnis üben

Diagramme und Tabellen

Im TMS 24 Aufgaben in 60 Minuten. Du liest Werte ab, vergleichst sie und prüfst, welche Aussage sich aus den Daten ableiten lässt. Achte darauf, ob eine Aussage etwas behauptet, das gar nicht in der Tabelle steht.

Beispielaufgabe 7 · Diagramme und Tabellen
Plasmakonzentration in µg/mL zwei Stunden nach Einnahme (fiktive Daten)
50 mg100 mg150 mg200 mg250 mg
Präparat X246810
Präparat Y357911
Präparat Z1361015

Welche der folgenden Aussagen lässt sich aus der Tabelle ableiten?

  1. Bei Präparat Y steigt die Konzentration je 50 mg um 3 µg/mL.
  2. Nur bei Präparat X ist die Konzentration proportional zur Dosis.
  3. Präparat Y hat bei jeder Dosis die höchste Konzentration.
  4. Bei Präparat Z verdoppelt sich die Konzentration, wenn die Dosis von 100 auf 200 mg steigt.
  5. Bei 150 mg haben alle drei Präparate dieselbe Konzentration.
Lösung anzeigen

Richtig: (B) Nur bei Präparat X ist die Konzentration proportional zur Dosis.

Bei X ist Konzentration : Dosis immer 0,04; bei Y (3 bei 50 mg, 5 bei 100 mg) und Z nicht. Gegenproben: Z von 3 auf 10; bei 150 mg 6, 7 und 6; bei 250 mg liegt Z mit 15 vorn; Y steigt je 50 mg um 2.

Warum die anderen Antworten nicht stimmen:

  • (A) Denkfehler: Y beginnt bei 3 µg/mL, daher liest man 3 als Zuwachs. Der Zuwachs je 50 mg ist aber konstant 2 (3, 5, 7, 9, 11); 3 ist nur der Startwert bei 50 mg. Richtig: Proportional zur Dosis ist nur X, denn dort ist der Quotient immer 0,04. Merke: Zuwachs ist eine Differenz zweier Werte, nicht der erste Tabellenwert.
  • (C) Denkfehler: Y liegt bei den kleinen Dosen vorn (3 gegenüber 2 und 1 bei 50 mg), daher hält man Y für durchgehend am höchsten. Bei 200 mg hat Z aber 10 und Y nur 9, bei 250 mg Z 15 und Y 11. Richtig: Nur X ist proportional zur Dosis. Merke: Mit „jede“ formulierte Aussagen am extremen Ende prüfen.
  • (D) Denkfehler: Die Dosis verdoppelt sich von 100 auf 200 mg, und man erwartet eine Verdopplung auch bei Z. Die Konzentration von Z steigt aber von 3 auf 10 µg/mL, also auf das 3,3-fache (10 : 3). Richtig: Nur bei X ist Konzentration : Dosis immer 0,04. Merke: Verdopplung heißt Faktor genau 2 und muss für beide Zellen geprüft werden.
  • (E) Denkfehler: Bei 150 mg haben X und Z beide 6 µg/mL, daher übersieht man Y. Präparat Y hat dort 7 µg/mL, die drei Präparate sind also nicht gleich. Richtig: Proportional ist nur X (2, 4, 6, 8, 10 bei 50 bis 250 mg), bei Y und Z ändert sich das Verhältnis. Merke: Bei Gleichheitsaussagen alle Zeilen der Spalte ablesen.
Beispielaufgabe 8 · Diagramme und Tabellen
Nährwerte pro 100 g der Lebensmittel A bis E (fiktive Daten)
Eiweiß (g)Fett (g)Kohlenhydrate (g)Energie (kcal)
A2050125
B8260290
C33010322
D121020218
E101252

Wie viel Gramm Eiweiß enthalten 250 g von Lebensmittel D?

  1. 12 g
  2. 36 g
  3. 48 g
  4. 30 g
  5. 24 g
Lösung anzeigen

Richtig: (D) 30 g

12 g pro 100 g · 2,5 = 30 g.

Warum die anderen Antworten nicht stimmen:

  • (A) Denkfehler: Du hast den Tabellenwert für 100 g direkt übernommen: 12 g. Gefragt sind aber 250 g, also das 2,5-Fache der Basismenge. Richtig: 12 g · 2,5 = 30 g. Merke: Die Tabelle gilt pro 100 g. Rechne die gefragte Menge zuerst in Vielfache von 100 g um, bevor du multiplizierst.
  • (B) Denkfehler: 12 · 3 = 36 würde 300 g entsprechen. Du hast 2,5 auf 3 aufgerundet oder 250 g falsch in Vielfache von 100 g umgerechnet. Der Faktor muss genau 2,5 sein, Aufrunden verfälscht das Ergebnis. Richtig: 12 · 2,5 = 30 g. Merke: Bei Mengenumrechnung keine Faktoren runden, sondern genau rechnen.
  • (C) Warum nicht 48: 48 g wären 4 · 12, also 400 g Lebensmittel D. Gefragt sind nur 250 g, das 2,5-Fache. Probe: 48 : 12 = 4, aber 250 : 100 = 2,5. Das Ergebnis muss also deutlich unter 48 liegen. Richtig: 30 g. Merke: Prüfe mit Rückwärtsrechnung, welche Menge zum Ergebnis gehören würde.
  • (E) Denkfehler: 12 · 2 = 24 entspricht 200 g. Du hast den Faktor 2 statt 2,5 benutzt, vermutlich die Hälfte der 250 g zu großzügig abgerundet. Es fehlen 50 g, also weitere 6 g Eiweiß. Richtig: 12 · 2,5 = 30 g. Merke: Teile die Menge durch 100 und multipliziere mit dem Wert, hier 250 : 100 = 2,5.
Beispielaufgabe 9 · Diagramme und Tabellen
Kennzahlen von vier Rettungswachen pro Jahr (fiktive Daten)
EinsätzeØ Dauer (min)Fehlfahrten (%)
Wache Nord1200348
Wache Süd9504112
Wache Ost1500295
Wache West8005215

Welche Aussage lässt sich aus den gegebenen Informationen nicht ableiten?

  1. Wache Süd hat absolut mehr Fehlfahrten als Wache Nord.
  2. Die gesamte Einsatzzeit (Einsätze mal durchschnittliche Dauer) ist bei Wache Ost höher als bei Wache Süd.
  3. Wache Ost hat absolut weniger Fehlfahrten als jede andere Wache.
  4. Die vier Wachen führen zusammen mehr als 4.000 Einsätze pro Jahr durch.
  5. Die Fehlfahrten der Wache West entstehen vor allem durch unklare Adressangaben.
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Richtig: (E) Die Fehlfahrten der Wache West entstehen vor allem durch unklare Adressangaben.

Nicht ableitbar: Ursachen der Fehlfahrten stehen nicht in der Tabelle. Die übrigen Aussagen stimmen: Süd 114 gegenüber Nord 96; Summe der Einsätze 4.450; Ost hat 75 Fehlfahrten (West 120); Einsatzzeit Ost 43.500 min, Süd 38.950 min.

Warum die anderen Antworten nicht stimmen:

  • (A) Denkfehler: Du vergleichst nur die Prozentwerte und hältst Nord (8 Prozent) wegen der höheren Einsatzzahl für vorn. Absolut hat Nord 8 Prozent von 1.200, also 96 Fehlfahrten, Süd 12 Prozent von 950, also 114. Süd liegt vorn, die Aussage ist ableitbar. Richtig: Ursachen der Fehlfahrten stehen nicht in der Tabelle. Merke: Absolute Zahlen aus Prozent und Gesamtzahl berechnen.
  • (B) Denkfehler: Du vergleichst nur die Dauer (29 gegenüber 41 min) und schließt auf geringere Gesamtzeit. Einsatzzeit = Einsätze mal Dauer: Ost 1.500 · 29 = 43.500 min, Süd 950 · 41 = 38.950 min. Ost liegt höher, die Aussage ist ableitbar. Richtig: Aussagen zur Ursache von Fehlfahrten sind nicht ableitbar. Merke: Gesamtgrößen aus Anzahl mal Durchschnitt berechnen, nicht aus dem Durchschnitt allein.
  • (C) Denkfehler: Du hältst Ost wegen des niedrigen Anteils nicht für den Spitzenreiter, weil die Wache viele Einsätze hat. Ost hat 5 Prozent von 1.500, also 75 Fehlfahrten, Nord 96, Süd 114, West 120. Ost hat absolut die wenigsten, die Aussage ist ableitbar. Richtig: Ursachen der Fehlfahrten fehlen in den Daten. Merke: Anteil und Gesamtzahl zusammen betrachten.
  • (D) Denkfehler: Du schätzt die Summe grob und rundest ab. Die Einsätze betragen 1.200 + 950 + 1.500 + 800 = 4.450, also mehr als 4.000. Die Aussage ist ableitbar. Richtig: Nicht ableitbar ist die Behauptung zur Ursache der Fehlfahrten bei Wache West, denn Ursachen stehen nicht in der Tabelle. Merke: Summen exakt addieren, nicht nach Gefühl schätzen.

Diagramme und Tabellen üben

Die übrigen TMS-Aufgabengruppen

Häufige Fragen

Sind das Originalaufgaben aus dem TMS?

Nein. Alle Aufgaben hier sind eigene Übungsaufgaben und kein Originaltest. Offizielle Beispielaufgaben enthält die kostenlose Aufgabensammlung „Beispielaufgaben zur Vorbereitung“ auf tms-info.org. Laut tms-info.org gibt es außerdem Originalversionen des Tests im Buchhandel beim Hogrefe-Verlag.

Lohnt es sich noch, für den TMS zu üben?

Wenn du den letzten TMS in der bisherigen Form schreibst, ja. Quantitative und formale Probleme, Grundverständnis, Diagramme und Tabellen, Textverständnis und Fakten lernen sind nach dem Planungsstand auch Teil des TMSnat, die Übung zahlt sich also auch für den neuen Test aus.

Gilt mein TMS-Ergebnis noch, wenn es den TMSnat gibt?

Wie lange ein bisheriges TMS-Ergebnis anerkannt wird, entscheidet jede Hochschule einzeln. Frag bei deinen Wunschhochschulen nach. Wie das Ergebnis aufgebaut ist, erklären wir unter TMS-Ergebnis.

Wo kann ich mit Zeitlimit üben?

In unserer kostenlosen Simulation, ohne Registrierung. Jede Runde zieht neue Aufgaben aus der Aufgabenbank, mit sofortiger Auswertung und Lösungswegen. Aufgabenzahl und Zeit richten sich dort nach dem geplanten TMSnat.

Quellen

Geprüft am 13. Oktober 2026. Bei Abweichungen gelten immer die Angaben der Quellen.